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Erdbeer-Cookies

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Juhu, endlich backst du wieder was, sagte Herr Immerwiederpasta und schnupperte den typischen Geruch, der jeder Bäckerin verrät: warmer Zucker und geschmolzene Butter. Der no-bake-Cheesecake war seiner Meinung nach eindeutig zu kurz im Ofen, kein warmer Zucker und keine geschmolzene Butter.

Staunend blickte er auf die frisch aus dem Ofen kommenden Erdbeere-Cookies: Du darfst Erdbeeren kaufen aber ich nicht. Die haben doch noch gar keine Saison. Ja, ja, das weiß ich, erwiderte ich schuldbewusst, aber ich hatte so Lust darauf. Find ich gut, grinste er und schnappte sich einen Cookie.

Für den nächsten Männerabend hat er schon eine Bestellung aufgegeben. Männerabende sind wohl auch nicht mehr das, was sie mal waren. Bis auf Uhrzeit, Gäste, Themen und Auswahl der Getränke unterscheiden die sich wohl kaum noch vom Kaffeeklatsch meiner Mutter. - Gut, ich muss zugeben, dass das schon ein paar Punkte sind. -

Bis zur nächsten Fuhre, muss er sich allerdings noch gedulden - bis zur Erdbeersaison. Obwohl ich zugeben muss, dass diese spanischen Erdbeeren gar nicht so schlecht waren.

Falls ihr auch schon in Erdbeerlaune seid:


Einkaufsliste (18-20 Stück)

150g Erdbeeren
220g Mehl
2 TL Backpulver
120g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
150g Butter
60g griechischer Joghurt
2 TL Milch
Zitronenschale u. -saft

Und so geht's

Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Erdbeeren waschen, trockentupfen und fein würfeln (ca. 1cm groß).

Erdbeerwürfel mit 2 EL Mehl, Zitronensaft und 1 EL Zucker mischen. Abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Mehl, Backpulver, Vanillezucker, Zucker und zimmerwarme Butter in der Rührschüssel so lange rühren, bis ein krümeliger Teig entsteht. Joghurt, Salz und 2 TL Milch zugeben und zu einer festen Teigmasse verarbeiten.

Die Erdbeermischung zum Teig geben und mit dem Spatel untermischen. Das geht nicht so leicht und die Erdbeeren werden dabei etwas in Mitleidenschaft gezogen, aber es geht.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit zwei Teelöffeln kleine Teighäufchen auf das Blech setzen. Dabei zwischen den einzelnen "Cookies" gut 3 cm Platz lassen. Ich habe zwei Bleche gemacht.

Die Cookies auf der mittleren Schiene für 15-20 Minuten backen. Aus dem Ofen holen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Tipp: Wenn sie abgekühlt sind, könnt ihr sie mit Zuckerguss verzieren. Dazu 1 geh. EL Puderzucker mit etwas Zitronensaft mischen und glattrühren.

Lasst es euch gut gehen,
eure Johanna

P.S. Das Mehl, welches ihr zu den Erdbeeren gebt, ist in der angebenden Menge nicht beinhaltet.





Zu Ostern: Rüebli-Gugelhupf

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Hallo ihr Lieben,

freut ihr euch auch schon auf Ostern? Ostern, das ist die Zeit, in der es endlich wieder wärmer wird, die Kirschbäume blühen und die kleinen Kinder im Garten Ostereier suchen. (Dabei ist es mit Ostern ähnlich wie mit Weihnachten, das Wetter spielt meistens nicht mit ...)

Dann hol' ich mir eben den Frühling in die Wohnung habe ich mir gestern Abend gedacht und einen unglaublich saftigen Rüebli-Gugelhupf gemacht. (Rüebli heißen hier im Süden und der Schweiz die Karotten, ein bisschen Heimatliebe muss sein.)

Ich zögere noch, so einen klassisches Biskuit-Lamm zu machen. Da vermasselt ich bestimmt etwas. Habt ihr ein paar Tipps, was ich beim Biskuit unbedingt beachten muss? 



Einkaufsliste (Gugelhopfform mit 1,2 l Fassungsvermögen)

120g Mehl
50g fein gehackte Walnüsse
70g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
170g Karotten
120g Butter
120g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
3 Eier

Und so geht's

Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Etwa 2 Karotten schälen und fein hobeln. Ich habe hierzu den Blitzhacker verwendet und die Möhren nicht darin fein gehackt. Das Ergebnis ist etwas gröber als mit dem Hobel, aber ich mag das so.

Die Kuchenform gut mit Fett ausstreichen und mit Semmelbröseln ausstreuen. 

Flüssige Butter mit Zucker und Vanillezucker ordentlich schaumig schlagen. Nach und nach die 3 Eier zugeben und unterrühren.

Mehl und Backpulver mischen. Die Mehlmischung mit den gemahlenen Mandeln und den gehackten Walnüssen zur Eiermischung geben und vorsichtig unterrühren.

Die Karotten und eine Prise Salz vorsichtig mit dem Spatel unter den Teig ziehen. Den Teig in die Gugelhupfform füllen. 

Den Rüeblikuchen bei 175°C für ca. 40 Minuten auf der untersten Schiene backen. Macht rechtzeitig die Garprobe mit dem Holzstäbchen um zu sehen, ob der Kuchen bei euch schneller fertig ist.

Frohe Ostern,
eure Johanna

Ich back's mir: Pfirsichtarte mit Thymian

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Es ist Ende des Monats und neben einem Geldeingang auf dem Konto heißt das auch, es ist Zeit für Ich back's mir. Um Haaresbreite hätte ich diesen Monat das Blogevent von tastsheriff verpasst, so ein Umzug ist wirklich mehr Arbeit als ich dachte. Die meisten meiner Küchenutensilien sind längst in Kartons verstaut und warten auf den Transport. Gestern war ich  im Haus meiner Eltern und habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, dort eine Tarte zum Kaffee zu backen. So eine Elternküche hat auch ihre Vorteile: Es gibt neben einer Küchenmaschine und einem Herd auf Brusthöhe z.B. einen Teigroller, verschiedene Tarteformen und eine Küchenwaage. Alles Dinge, die ich in meiner neuen Küche gerne hätte.
Auf mehreren Blogs werden gerade Pfirsichtartes gebacken, die Idee gefiel mir, also habe ich mir auch eine überlegt. Ursprünglich sollte es eine Pfirsich-Lavendel-Tarte werden - ich bin gerade noch im Frankreichfieber - aber wieder Erwarten wächst im Garten meiner Eltern ja alles nur kein Lavendel. Das Ergebnis mit Thymian war sehr überzeugend, ich glaube sogar besser, als es mit Lavendel gewesen wäre.


Einkaufsliste für eine Tarte von 28 cm Durchmesser

Für den Teig
230 g Dinkelmehl
50 g brauner Rohrzucker
50 ml Olivenöl
1 Eigelb
1 Prise Salz
6 EL kaltes Wasser

Für die Füllung
300 g crème double (oder Quark und Sahen 1:1 mischen)
1 Ei
4 reife Pfirsiche
4 EL brauner Rohrzucker
1 EL Thymianblätter

Und so geht's

Für den Teig alle Zutaten zügig zu einem glatten geschmeidigen Teig verarbeiten. Sollte der Teig noch zu fest oder trocken sein, einfach noch etwas Wasser dazugeben. Ich selbst knete Mürbteig am liebsten von Hand. Es geht aber auch, wenn man die Zutaten erst mit Knethaken gut vermengt und den Feinschliff dann von Hand macht.

Den Teig in Folie wickeln und 30 Minuten kalt stellen. In der Zwischenzeit eine Tarteform (28 cm) einfetten und den Ofen auf 180 °C bzw 160 °C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.
Den Teig dünn ausrollen und damit die Form auslegen. Den Teig mit einer Gabel einstechen, dann mit einem Backpapier auslegen und dieses mit Hülsenfrüchten beschweren. Den Teig im vorgeheizten Ofen für 15 bis 20 Minuten blind backen.

In der Zwischenzeit die crème double mit dem Ei glatt rühren. Die Pfirsiche waschen und in feine Spalten schneiden. Den Teig aus dem Ofen holen, das Backpapier mit den Hülsenfrüchten herausnehmen. Den Teig nun mit der Crememischung bestreichen und anschließend mit Pfirsichspalten so belegen, dass sie sich etwas überlappen. Dann mit vier EL braunem Zucker und den Thymianblättchen bestreuen. Die Tarte für weitere 30 bis 35 Minuten auf der untersten Schiene backen. Dabei karamellisiert der braune Zucker. 


Am besten lauwarm servieren.

Ich wünsche euch einen guten Appetit,
eure Johanna


Ich back's mir: Kirschplotzer

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Sommer ist für mich Kirschenzeit, früher konnte ich ein Kilo davon essen ohne dass mir schlecht geworden wäre. Schon damals war mein Lieblingssommerkuchen der Kirschplotzer. Den konnte es im Sommer gar nicht oft genug geben und weil er nachwievor zu meinen Sommerlieblingen zählt, stelle ich ihn heute anlässlich Claras Blogevent Ich back's mir vor. Der Kirschplotzer hat in unserer Familie seinen festen Platz als Geburtstagskuchen für meinen Papa, der jedes Jahr zur Kirschernte seinen Wiegentag feiert. Ich kenne den Kuchen nur unter diesem Namen, dass Außenstehnde unter Umständen nicht wissen, was das ist, machte mir erst mein Freund bewusst, der schon so manche familiäre Schrulligkeiten ans Licht gebracht hat. Also bei dem Kirschplotzer handelt es sich um einen sehr simplen Kuchen bestehend aus altbackenen Brötchen, Eiern, Milch und Zucker und natürlich Kirschen. Am besten schmeckt er lauwarm mit richtig viel Vanillesauce. Warmer Kuchen ist im Sommer übrigens wunderbar, man muss sich einfach einen warmen Sommertag im Schwarzwald auf der grünen Wiese mit einen angenehmen Lüftchen denken.

Einkaufsliste

6 altbackene Milchbrötchen
4 Eier
1 kg Kirschen (am besten die kleineren schwarzen)
1/2 l Milch
50 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
50 g Rosinen
3 EL Kirschwasser
1 Messerspitze Zimt
Puderzucker

Blöd wenn man keine altbackenen Brötchen hat? Als würde ich am Vortag an so etwas denken! Brötchen frisch kaufen, aufschneiden und bei 100 °C für 15 Minuten in den Ofen, et voilà, altbackene Brötchen.



Und so geht's

Von den Brötchen die Rinde für Semmelbrösel abreiben. Anschließend die Brötchen in Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben. 1/2 l Milch aufkochen und über die Brötchen gießen. Zum Durchziehen für 30 Minuten beiseitstellen.

In der Zwischenzeit die Kirschen waschen und die Stiele entfernen. Die Kerne bleiben drin, da sonst der Saft austreten und den Kirschplotzer aufweichen würden. Außerdem kann man so beim Essen die Kerne um die Wette weitspucken; unbeschwerte Kindheit auf dem Bauernhof und so ;-)
Die Rosinen in 3 El Kirschwasser einweichen. Die Semmelbrösel mit einer Messerspitze Zimt vermengen.

Die Eier trennen. Eigelb, Zucker, Vanillezucker mit der weichen Butter schaumig schlagen. Die eingeweichten Rosinen und die Brötchenmasse dazugeben. Vorsicht, falls die Brötchenmasse noch sehr heiß ist, nur sehr langsam und nach und nach zum Eigelb geben, damit diese nicht stocken. Die Kirschen dazugeben und untermengen.

Die Eiweiße mit einem Spritzer Zitronensaft sehr steif schlagen. Dann vorsichtig unter die Brötchenmasse heben. Alles in eine eingefettete ofenfeste Schüssel geben, eine Kuchenform geht auch, ist aber nicht so rustikal. Zum Schluss die Semmelbrösel auf dem Kuchen verteilen und ab damit in den Ofen. Den Kirschplotzer bei 175 °C ca. 1 Stund backen ( ihr wisst, mein Ofen ist von der langsamen Sorte, also macht nach 45 Minuten zur Sicherheit zum ersten Mal die Garprobe).

Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben und Vanillesauce dazu reichen.

Einen guten Appetit,
eure Johanna