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Gebratenes Saiblingsfilet mit Gurkensalat

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Ich habe lange überlegt, ob ich das hier überhaupt posten soll. Das Rezept ist nicht unkompliziert, sondern ziemlich banal, die Fotos naja. Insgesamt steckt da einfach relativ wenig Liebe und Hingabe drin. Andererseits hatte ich an diesem Tag (Montag) einfach Lust auf Fisch und hatte so ein schönes Filet vom Fischstand auf dem Wochenmarkt. Daheim zwischen Kühlschrank und Herd holte mich dann die Ernüchterung ein: Was will ich mit dem Fisch eigentlich machen? Es war spät, ich hatte Hunger und keine Lust und Zeit mehr zum Einkaufen. Die meisten Rezepten sahen wunderbar aus, überzeugt hat mich keines, schließlich wollte ich ja nicht mehr aus dem Haus und ich hatte jetzt Hunger, nicht in 30 Minuten und schon gar nicht in einer Stunde. Und nun fand ich natürlich auf die Schnelle und mit dem knurrenden Monster im Magen nichts Passendes. Am Ende habe ich mich für Fisch anbraten und Gurkensalat entschieden, nichts Schönes, nichts Kreatives oder Abgefahrenes, sondern ganz solide und einfach. Wie ich halt oft koche, wenn es schnell sein soll und nur für mich ist. Mein Freund verweigert nämlich die Nahrungsaufnahme von allem, was irgendwie im Wasser lebt ganz entschieden. Viele glaube nämlich, dass ich, nur weil ich blogge, ich ständig auch nur solche Sachen esse. Nein, tue ich nicht. Ich ernähre mich nicht nur von Kuchen und kreativen Pastasaucen. Meistens esse ich Müsli oder Pasta mit Tomatensauce, wobei Tomatensauce eine dicke Beschönigung dessen ist, was ich da in die Pfanne werfe. 
Wenn du also gerade Hunger hast, Fisch und Gurke im Kühlschrank ist, Pute, Hähnchen oder was auch immer, und es schnell gehen muss, dann ist das vielleicht etwas für dich. Das klingt jetzt so, als wäre es nicht lecker, ist es aber, nur eben sehr unspektakulär. Eher als Inspiration gedacht, denn ein Rezept braucht man dafür nicht unbedingt.


Einkaufsliste

170 g See-Saiblingsfilet 
1 Vespergurke
3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
Salz
Pfeffer
Schnittlauch

Und so geht's

Mit einem Messer die Haut des Fisches entfernen. Dafür den Fisch "auf den Bauch drehen" und mit dem Messer an einem Ende des Filets unter die Haut fahren und das Messer rasch zum Ende führen, sodass ein Ende der Haut vom Fisch gelöst wird. Nun den Fisch auf die Hautseite legen, die Finger in Salz tunken und mit den Fingerspitzen die Haut festhalten. Mit dem Messer zwischen Haut und Fisch ansetzen und stückchenweise vorarbeiten, dabei mit der Hand immer wieder nachrücken, um die Haut zu spannen. Auf diese Weise langsam vowärts schrubbeln, bis die Haut vom Fisch gelöst ist. Den Fisch trockentupfen.

In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen. Das Fischfilet in die Pfanne geben und von jeder Seite ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis die Haut leicht golden und das Filet noch eben glasig ist.

In der Zwischenzeit die Vespergurke schälen, der Länge nach halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel entfernen. Die Gurke in dünne Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl, 1 EL Weißweinessig mischen. Salzen und pfeffern. 

Zum Servieren Salat und Fisch auf einem Teller anrichten und etwas Schnittlauch über den Salat schnippeln.

Einen guten Appetit,
eure Johanna

Lunchbox: Mango-Kokos-Suppe

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Bei uns im Dachgeschoss ist es momentan unerträglich heiß, da hilft tagsüber nur die Flucht ins Freibad und abends dann hoffen auf eine kalte Brise aus dem Schwarzwald. Die kommt allerdings auch jeden Tag ein bisschen später, aber ich will nicht klagen, ich liebe dieses heiße Wetter. Dann bekomme ich immer Lust auf exotisches Essen und obwohl die WM jetzt vorbei ist, wird sie bei mir noch lange kulinarisch weiterwirken. Mein Freund klagt über das schlechte Fernsehprogramm, aber über schlechtes Essen kann er sich gerade nicht beklagen, ich habe nämlich einen kleinen Kreativitätsschub. Hoffentlich hält der noch ein Weilchen an und ich zaubere noch mehr so geile Sachen wie diese Suppe! Und weil sie so fix geht, landet sie in der Lunchbox. Maximal 15 Minuten habe ich nämlich dafür gebraucht und ich bin nicht von der schnellen Sorte ;-)



Einkaufsliste für 2 Personen

1 reife Mango
1 Zehe Knoblauch
200 ml Kokosmilch
400 ml Gemüsebrühe
4 Stängel Koriandergrün
2 Riesengarnelen
1/2 Zitrone
2 Thai-Chilis
1 TL brauner Rohrzucker
1 kleines Stück Ingwer (ca. 15 g)
Salz
Ghee

Und so geht's

Die Garnelen werden ganz fix mariniert und zwar mit einer klein geschnittenen Chili, 1 TL braunem Rohrzucker und etwas Salz. Alles in den Mörser geben und grob zerstoßen. Dann kommt noch ein Spritzer Zitronensaft dazu und die Riesengarnelen werden damit dann "eingelöffelt".

Für die Suppe Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und grob würfeln. Knoblauch und Ingwer schälen und ganz fein würfeln. Chili fein schneiden. In der Zwischenzeit 1 EL Ghee in einem Topf erhitzen. Knoblauch, Chili und Ingwer zugeben und glasig dünsten. Die Mango zugeben und kurz mitdünsten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.

In einer Pfanne etwas Ghee für die Garnelen erhitzen. Meine waren zwar ungekocht aber bereits geköpft und entdarmt. Ich musse nur noch einen Teil der Schale entfernen und habe sie am dicken Ende etwas aufgeschlitzt. Garnelen in der Pfanne rundherum anbraten bis sie gar sind. Aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

Koriander abspülen und grob schneiden. Die Kokosmilch zur Suppe geben und diese mit dem Zauberstab feinpürieren. Zum Servieren mit Koriandergrün, und Garnelen anrichten.

Einen guten Appetit,
eure Johanna


P.S. Es schmeckt verboten gut, ist aber auch teuflisch scharf, den Thai-Chilis sei Dank. Wer es weniger scharf möchte, nimmt nur eine halbe Chili. Der Ingwer bringt nämlich auch eine gewisse Schärfe mit.

Gewürzcouscous mit Honiglachs

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Ich mag Granatäpfel. Sie schmecken lecker, peppen jeden Salat auf, sind super gesund, und sie waren diese Woche im Supermarkt im Angebot. Da ich noch so ein Rezept aus Living at Home (Nr. 12) im Kopf hatte, wanderte der flugs in den Einkaufswagen. Heute war es dann so weit, der Granatapfel wurde geschlachtet und anschließend so lange geklopft, bis er alle seine roten Kerne freigegeben hatte. Das Gewürzcouscous ist im Nu zubereitet, dazu gibt es noch eine Joghurtsauce, die ein bisschen Frische und auch Flüssigkeit beisteuert, und ein Lachsfilet, dass ich mit Honig, Koriandersaat und Kreuzkümmel in der Pfanne gebraten habe. Ein lecker leichtes Winteressen, das nach orientalischen Gewürzen duftet, Joghurt, Minze und Granatapfel verleihen dem Ganzen eine angenehme Frische, der süß-würzige Lachs rundet alles ab. Mal was anderes als Braten, Kohl und Konsorten, davon hätte ich gerne mehr.


Italien trifft auf Asien: Scharfe Tagliatelle mit Garnelen

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Damit Langeweile auf dem Teller gar nicht erst aufkommt, ersetze ich herkömmliches Basilikum durch Thai Basilikum, Pinienkerne durch Erdnüsse und Tomaten durch Mungobohnen und Ingwer. Das Ergebnis ist ein herrlich unkompliziertes Gericht, dass sich schnell zubereiten lässt und außergewöhnlich frisch und fruchtig schmeckt. Prädikat nachkochwürdig!


Das i-Tüpfelchen: süßliches Thai Basilikum



Einkaufsliste für 2 Personen

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 kleine grüne Chilis
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Biolimette
  • 2 EL Fischsauce
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 200 g Garnelen
  • 40 g gesalzene Erdnüsse
  • ½ Bd. Frühlingszwiebeln
  • 300 g Tagliatelle
  • 150 g Mungobohnensprossen
  • 3 Stangen Thai Basilikum
  • 3 EL Sonnenblumenöl


Und so geht’s

Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Schale der Limone fein abreiben. In einer Schüssel Ingwer, Knoblauch und Limonenschalenabrieb mit Zucker, Sesamöl, Fischsauce und dem Saft einer halben Limette mischen.

Die Mungobohnensprossen und kaltem Wasser abbrausen und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Die grünen Chilis mit der flachen Seite des Messers zerdrücken, die Garnelen ebenfalls unter kaltem Wasser abspülen. In einer Pfanne Sonnenblumenöl erhitzen und darin die Zwiebeln und die Sprossen gemeinsam mit den zerdrückten Chilis andünsten. Die Garnelen dazu und kurz mitdünsten.

Inzwischen die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen. Den Ingwermix zum Gemüse geben und alles für ca. 1 Min weiter garen. Die Nudeln abgießen und zum Gemüse geben. Zum Anrichten auf den Tellern mit gehacktem Thai Basilikum und gehackten Erdnüssen bestreuen.








Pesto alla genovese gepimpt mit Garnelen

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Ich liebe Gerichte, die mit wenig Zutaten auskommen und dennoch grandios schmecken. Selbstgemachtes Pesto zählt zu den besonders grandios schmeckenden und ist so schnell zubereitet, dass ich mich frage, warum ich es manchmal doch im Supermarkt kaufe. Liegt vermutlich an der Sommersehnsucht im Winter und meinem winzig kleinen Tiefkühlfach, das sich gegen meinen Einfrierwahn stemmt.
Übrigens: „Pesto“ kommt von „pestare“ was auf Deutsch „zerstoßen“ bedeutet. Richtigerweise zerstößt man die Zutaten dann auch von Hand in einem Mörser. Aber im Mixer geht’s schneller!

Pesto schmeckt am besten mit Spaghetti 


Einkaufsliste für 4 Personen

  • 75 g frischer Basilikum, das entspricht einem Strauch aus dem Supermarkt
  • 2 EL Pinienkerne
  • 2 Knoblauchzehen
  • ½ TL Salz
  • 200 ml Olivenöl
  • 2 EL geriebener Parmesan
    wer möchte kombiniert dazu noch 150 g Garnelen


Und so geht’s

Für das Pesto:
Als erstes werden die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett angeröstet, auf diese Weise entfalten sie ihr volles Aroma.

Die Blätter vom Basilikum zupfen und abspülen. Das Basilikum muss ganz trocken sein, sonst verwässert es das Pesto.

Alle Zutaten bis auf den Parmesan mit dem Pürierstab mixen, dann den Parmesan untermischen. Wer es noch geschmacksintensiver mag, mischt Parmesan 1:1 mit Peccorino, das gibt eine besondere Note und entspricht, glaube ich, dem Original aus Italien.

Das fertige Pesto zum Aufbewahren in ein sauberes Einmachglas geben, zusätzlich mit einer Schicht Olivenöl begießen und gut verschließen. So hält es sich locker einige Wochen im Kühlschrank.


Wer möchte:
Jetzt kann man das Ganze noch etwas aufmotzen z.B. mit Garnelen. Die habe ich in einer Pfanne mit Salz und einer weiteren Zehe Knoblauch angebraten.






Thailändisch kochen Teil 1: fried rice with prawns

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Ein Urlaubsmitbringsel, das mir sicher lange Zeit Freude bereiten wird, ist das Kochbuch, dass es nach dem Thai-Kochkurs in Chiang Mai als Andenken und Erinnerungsstüze gab. Das hier soll der erste Teil einer Reihe von thailändischen Gerichten werden, die ich erst überall probiert und schließlich im Kurs nachgekocht habe.

Wenn ich hier zum „Chinesen“ gehe, bestelle ich nie fried rice, ich finde, das schmeckt immer ganz scheußlich nach ranzigem Fett. Es ist aber zum einen daheim schnell gemacht, zum anderen schmeckt es ganz anders, schön nach Gemüse, Ei und ist angenehm scharf, wenn man das mag.



Einkaufsliste für 2 Personen

  • 100 g gekochter Reis
  • 50 g Prawns od. Hühnchengeschnetzeltes
  • 1 kl. Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schlangenbohne (Aisamarkt; od. eine handvoll Buschbohnen)
  • 2 Eier
  • 2 kl. rote Chilis (nur wer es etwas scharf mag)
  • Sojaöl oder Rapsöl zum Anbraten
  • 1 TL Austernsauce
  • 1 TL Fischsauce (od. Sojasauce)
  • 1 TL Zucker


Und so geht’s

Man sollte damit beginnen, alles vorzubereiten, damit es bereitsteht, sobald der Wok heiß ist, denn dann geht es Schlag auf Schlag ;-)
Also: Hühnchen schnetzeln. Karotten und Zwiebel schälen, dann halbieren und in grobe Viertel schneiden.
Den Knoblauch, sofern es eine kleine Zehe ist mit Schale zerdrücken, das war's. Ansonsten schälen und in Streifen schneiden.
Schlangenbohne in kleine Stücke schneiden, die Frühlingszwiebeln in Streifen.
Den Stilansatz der Chilis entfernen, dann ebenfalls mit der flachen Seite des Messers zerdrücken, so ist sie weniger scharf, als wenn man sie in Ringe schnitte.
In einem Schälchen die Austernsauce mit Fischsauce und Zucker verrühren.

Nun geht es los: Sojaöl im Wok erhitzen, sobald es heiß ist, Chili und Knoblauch kurz andünsten, an den Rand des Woks schieben.
Dann das Geschnetzelte dazugeben, wenn es gar ist, es sollte sich mit dem Pfannenwender einfach halbieren lassen, ebenfalls an den Rand schieben.
Jetzt kommt das Ei, einfach wie ein Spiegelei in den Wok schlagen, 10 Sek. Braten, dann die anderen Zutaten aus dem Wok damit vermischen.
Das restliche Gemüse, bis auf die Frühlingszwiebeln, in den Wok geben, kurz anbraten. Es bleibt mehr oder weniger roh.
Dann kommt noch der Reis und die Sauce dazu, alles schön miteinander vermengen.
Jetzt noch die Frühlingszwiebeln unterrühren und fertig!
Mit Limette und Gurkenscheiben anrichten.

Anstatt Hühnchen kann man auch Prawns, Schwein oder nur Ei verwenden.